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Knusprige Pommes frites aus der Heißluftfritteuse
Tipps & Tricks

Knusprige Pommes aus dem Airfryer: 9 Profi-Tipps

Aktualisiert: Juni 2026 | Lesezeit: 6 Min.

Pommes sind die Paradedisziplin jeder Heißluftfritteuse — und genau deshalb der Härtetest für jedes Gerät. Wer schon einmal blasse, labbrige Fritten aus dem Airfryer geholt hat, weiß: Knusprigkeit kommt nicht von allein. Sie ist das Ergebnis der richtigen Kartoffelsorte, sorgfältiger Vorbereitung und der passenden Temperaturführung. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Kniffen gelingen Pommes, die außen herrlich kross und innen weich sind — und das mit einem Bruchteil des Öls, das eine klassische Fritteuse verschlingt.

In diesem Ratgeber verraten wir Ihnen die neun wichtigsten Profi-Tipps für perfekte Airfryer-Pommes, von der Sortenwahl über das berühmte Wässern bis zur Zwei-Stufen-Methode. Wenn Sie es lieber genau Schritt für Schritt mögen, finden Sie in unserem ausführlichen Pommes-Rezept die kompletten Mengen- und Zeitangaben.

1. Die richtige Kartoffelsorte wählen

Für knusprige Pommes brauchen Sie mehlig kochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln. Mehlige Sorten wie Agria, Bintje oder Russet enthalten viel Stärke und wenig Wasser — die ideale Voraussetzung für außen kross und innen fluffig. Festkochende Salatkartoffeln eignen sich dagegen schlechter, weil sie nach dem Garen eher weich-glasig als knusprig werden.

2. Gleichmäßig schneiden

Schneiden Sie die Pommes möglichst gleichmäßig auf etwa einen Zentimeter Dicke. Ungleiche Stäbchen garen ungleichmäßig: Dünne verbrennen, während dicke noch roh sind. Wer es eilig hat, greift zu einem Pommes-Schneider, der für absolut einheitliche Stäbchen sorgt und so für ein gleichmäßiges Ergebnis.

3. Wässern gegen überschüssige Stärke

Das Wässern ist der entscheidende Schritt für maximale Knusprigkeit. Legen Sie die geschnittenen Kartoffeln 30 Minuten — bei mehr Zeit gern auch eine Stunde — in kaltes Wasser. Dadurch wird ein Großteil der oberflächlichen Stärke ausgespült, die sonst dafür sorgt, dass Pommes aneinanderkleben und matschig werden. Das Wasser wird dabei deutlich trüb; das ist genau der Effekt, den Sie wollen.

4. Gründlich trocknen

Nach dem Wässern müssen die Pommes absolut trocken sein. Tupfen Sie sie mit einem sauberen Küchentuch oder Küchenpapier sorgfältig ab. Restfeuchtigkeit ist der größte Feind der Knusprigkeit: Sie verdampft im heißen Luftstrom und sorgt für Dampf statt Bräunung. Dieser Schritt ist mindestens so wichtig wie das Wässern selbst.

5. Sparsam, aber gleichmäßig ölen

Geben Sie die trockenen Pommes in eine Schüssel, fügen Sie ein bis zwei Teelöffel hitzebeständiges Öl hinzu und vermengen Sie alles gut. Verwenden Sie Raps-, Sonnenblumen- oder raffiniertes Olivenöl mit hohem Rauchpunkt. Ein Ölsprüher hilft, eine besonders dünne und gleichmäßige Schicht aufzutragen. Salzen Sie idealerweise erst nach dem Garen, da Salz vorher Feuchtigkeit zieht.

6. Die Zwei-Stufen-Methode

Das Geheimnis von Pommesbuden ist das doppelte Frittieren — und das lässt sich im Airfryer perfekt nachahmen. Garen Sie die Pommes zunächst 10 Minuten bei 160 Grad vor. In dieser Phase werden sie innen weich und gar. Erhöhen Sie dann auf 200 Grad und backen Sie weitere 8 bis 12 Minuten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Diese Methode liefert das mit Abstand beste Ergebnis.

7. Korb nicht überfüllen

Die Pommes sollten möglichst einlagig im Korb liegen und sich nicht stapeln. Nur so erreicht die heiße Luft jede Seite. Lieber in zwei Durchgängen arbeiten oder zu einem größeren Modell greifen, als den Korb zu überladen. Ein XXL-Airfryer spielt hier seine Stärken aus, weil er auch größere Mengen einlagig fasst.

8. Während des Garens schütteln

Schütteln Sie den Korb mindestens zweimal während der Garzeit, bei größeren Mengen sogar dreimal. So verteilen sich die Pommes neu, und jede Seite bekommt ihren Anteil an der heißen Luft. Ohne Schütteln bräunen nur die obersten Stäbchen, während die unteren blass bleiben.

9. TK-Pommes richtig zubereiten

Tiefgekühlte Pommes sind bereits vorfrittiert und gelingen besonders einfach. Geben Sie sie direkt aus der Tüte in den Korb — ohne Vorheizen, da das schmelzende Eis sonst Dampf erzeugt. 12 bis 16 Minuten bei 200 Grad, einmal geschüttelt, reichen meist aus. Ein zusätzlicher Spritzer Öl macht sie noch knuspriger.

Das passende Gerät für perfekte Pommes

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Häufig gestellte Fragen

Bei welcher Temperatur werden Pommes im Airfryer am knusprigsten?
Am besten gelingen Pommes mit der Zwei-Stufen-Methode: Zuerst 10 Minuten bei 160 Grad vorgaren, dann auf 200 Grad erhöhen und weitere 8 bis 12 Minuten knusprig backen. So garen sie innen durch, ohne außen zu verbrennen, und entwickeln eine goldbraune, krosse Hülle.
Muss ich frische Pommes vor dem Garen wässern?
Ja, das Wässern ist der wichtigste Trick. Legen Sie die geschnittenen Kartoffelstäbchen 30 Minuten in kaltes Wasser, um überschüssige Stärke auszuspülen. Anschließend gründlich abtrocknen. Restfeuchtigkeit verhindert die Knusprigkeit, daher ist das Trocknen mindestens so wichtig wie das Wässern selbst.
Wie viel Öl brauche ich für Airfryer-Pommes?
Ein bis zwei Teelöffel Öl pro Portion genügen vollkommen. Vermengen Sie die trockenen Pommes in einer Schüssel gleichmäßig mit dem Öl, bevor sie in den Korb kommen. Ein Ölsprüher verteilt das Öl besonders sparsam und gleichmäßig. Mehr Öl macht die Pommes nicht knuspriger, sondern nur fettiger.
Warum werden meine Airfryer-Pommes labbrig?
Die häufigsten Ursachen sind ein überfüllter Korb, zu niedrige Temperatur und zu feuchte Pommes. Füllen Sie den Korb nur einlagig, schütteln Sie ihn zweimal während des Garens und sorgen Sie dafür, dass die Pommes vor dem Garen trocken sind. Bei TK-Pommes hilft es, das Vorheizen wegzulassen.

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